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Wissenswertes
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Netzrückwirkungen

In Kraftwerken wird elektrische Energie in technisch einwandfreier Qualität bereitgestellt und in die Leitungsnetze eingespeist. Das bedeutet in der Praxis:

  • Geregelte Spannung (Volt)
  • Sinusförmige Spannungsform
  • Symmetrisches Drehstromsystem
  • Geregelte Frequenz (Hertz)

Auf dem Weg zu den Kunden ist elektrische Energie zahlreichen Einflüssen ausgesetzt, die die Qualität beeinträchtigen können. Je nach Leitungslänge und Stromverbrauch treten physikalisch bedingte Änderungen der Spannung auf, etwa durch

  • die Benützung eigener Elektrogeräte der Kunden
  • den Betrieb von Elektrogeräten anderer Kunden
  • die Installation der Kundenanlagen
  • atmosphärische Einflüsse (z.B. Blitzeinwirkung)
  • Einflüsse aus Schaltungen im Netz
  • Auslösen einer Sicherung
  • NotvNotversorgungsmaßnahmen über Ersatzstromversorgungsanlagen

Abweichungen von der sinusförmigen Spannungsform

z. B. durch die Verwendung von Fernseh- und Rundfunkgeräten, von Leuchtstofflampen, von Helligkeits- und Drehzahlreglern und sonstigen elektronisch geregelten Geräten

Abweichungen von der Spannungssymmetrie

z. B. durch ungleichmäßige Belastung der drei Leiter des Drehstromsystems bei der Verwendung leistungsstarker Wechselstromgeräte oder durch Ausfall einer der drei Spannungen im Drehstromsystem

Abweichungen in der Frequenz

z. B. beim Betrieb kleiner Elektrizitätsversorgungsnetze, die nicht in ein Verbundsystem eingebunden sind, oder beim Einsatz von Ersatzstromversorgungsanlagen; sonst kommen - außer bei großräumigen Netzzusammenbrüchen - in Österreich kaum Abweichungen vor.

Bei Kurzschlüssen im Hochspannungsnetz müssen die betroffenen Leitungen in kürzester Zeit automatisch abgeschaltet werden, damit Schäden oder Netzzusammenbrüche vermieden werden. Innerhalb dieser Zeit kann sich die Spannung im gesamten beteiligten Netz bis zur Spannungslosigkeit verringern; nach Ablauf dieser Zeit bleibt nur der unmittelbar betroffene Netzteil spannungslos. Eine besonders vorteilhafte technische Lösung ist in diesem Falle die „Automatische Wiedereinschaltung“ (AWE). Dabei wird die vom Kurzschluss betroffene Leitung nach etwa einer halben Sekunde wieder eingeschaltet. In den meisten Fällen ist dann der Kurzschluss beseitigt und die Versorgung kann weitergeführt werden. War die AWE nicht erfolgreich, gibt es weitere technische Möglichkeiten, um durch automatische oder händische Nachschaltung nach 1 bis 3 Minuten eine möglichst rasche Weiterversorgung der Kunden zu versuchen.

Spannungshöhe

Die Nennspannung in den Niederspannungsnetzen beträgt 230/400 V. Unter normalen Betriebsbedingungen kann die Netzspannung an der Übergabestelle bis zu +/- 10 Prozent von der Nennspannung abweichen. Kurzzeitig können auch weitergehende Abweichungen nicht ausgeschlossen werden.

Sinusform und Symmetrie der Spannung

Abweichungen von der idealen Spannungsform und Symmetrie treten betriebsbedingt auf. Das Ausmaß dieser Verzerrungen hängt vor allem von den angeschlossenen Elektrogeräten ab. Es gibt für die Herstellung der Elektrogeräte internationale Normen, die diese Verzerrungen begrenzen sollen. Auch die EVU bemühen sich, solche Verzerrungen einzuschränken (z. B. durch technische Maßnahmen, Beachtung von Grenzwerten für Rundsteuersignale, Ausschluss störender Geräte von der Versorgung).

Bei Ausfall einer der drei Spannungen im Drehstromsystem (durch Auslösen einer Sicherung im Netz oder in der Kundenanlage) kann es zu unzulässiger Erwärmung von Drehstrommotoren kommen, weshalb diese entsprechend geschützt werden müssen (z. B. durch Motorschutzschalter).

Frequenz

Die Nennfrequenz beträgt 50 Hz. Unter normalen Betriebsbedingungen kann die Frequenz um +/- 1 Prozent vom Nennwert abweichen. Kurzzeitig (z.B. bei Großstörungen) können auch weitergehende Abweichungen nicht ausgeschlossen werden.

Diese von den EVU gebotene Qualität der elektrischen Energie genügt im allgemeinen, um auch empfindliche Geräte, die den einschlägigen elektrotechnischen Bestimmungen entsprechen, mit ausreichender Zuverlässigkeit betreiben zu können. Bei Geräten, die gegenüber Unregelmäßigkeiten der Spannung besonders empfindlich sind oder in Anwendungsbereichen eingesetzt werden, die eine erhöhte Zuverlässigkeit erfordern, empfehlen wir geeignete Vorkehrungen (z.B. bei Computern, Mikroprozessorsteuerungen, in Tonstudios etc.).

Mit Mit dem gesetzlich erforderlichen CE-Zeichen wird deklariert, dass das betreffende Gerät den entsprechenden EU-Richtlinien und ihrer nationalen Umsetzung entspricht. Mit dem ÖVE-Zeichen wird darüber hinaus bestätigt, dass das Gerät von einer autorisierten oder akkreditierten Prüfstelle geprüft worden ist.

Auswirkungen im Netz:

  • Helligkeitsschwankungen bei Lichtanlagen (Flicker)>
  • Beeinflussung von elektronischen Geräten
  • Erwärmung von Motoren, Kondensatoren, Trafos
  • Fehlfunktionen von Rundsteuereinrichtungen
  • ErhöErhöhung der Übertragungsverluste

Abhilfemaßnahmen

  • Anschluss des störenden Verbrauchers bzw. der Erzeugungsanlage an einen "stärkeren" Netzknoten>
  • Netzverstärkungsmaßnahmen wie Verkabelung, Trafoverstärkung
  • Steuerungs- und regelungstechnische Maßnahmen
  • Reduzierung der Einschaltströme von Motoren und Generatoren