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SETHub

Power-to-Gas für die Integration erneuerbarer Energien

Das Projekt 'Smart Energy Transformation Hub' (SETHub) zielte darauf ab, die Integration erneuerbarer Energien in das Stromnetz durch den Einsatz von Power-to-Gas-Anlagen zu verbessern. Diese Anlagen sollen Netzengpässe im Stromnetz beseitigen und die Nutzung bestehender Gasinfrastrukturen für den Transport und die Speicherung erneuerbarer Energieträger ermöglichen. Das zentrale Ziel des Projekts ist die umfassende Analyse der regulatorischen, technischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den stromnetzdienlichen Einsatz. Das Projekt erwartet sowohl qualitative als auch quantitative Vorteile, darunter die Verbesserung der Netzstabilität, die Reduktion der Importabhängigkeit von fossilen Energieträgern und die Förderung der regionalen Grüngaserzeugung.

Factbox

Forschungsauftrag: Analyse der regulatorischen, technischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für netzdienlichen Einsatz von Power-to-Gas-Anlagen zur Integration erneuerbarer Energien im Stromnetz.

Status: abgeschlossen
Laufzeit: 2023 - 2025

Projektpartner:

  • AIT Austrian Institute of Technology GmbH
Zentrale Problemstellung im Kontext von SETHub

Erkenntnisse

Im Projekt SETHub wurden umfassende Netz- und Anlagensimulationen durchgeführt, mehrere Standorte bewertet und Betriebsstrategien für den netzdienlichen Einsatz von Elektrolyseuren entwickelt. Die techno-ökonomischen Analysen zeigten, dass Elektrolyseure in Engpassregionen eine wirksame und technisch machbare Maßnahme zur Entlastung des Verteilnetzes darstellen und in bestimmten Fällen kosteneffiziente Alternativen oder Ergänzungen zu klassischen Netzverstärkungen sein können.

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass zusätzliche Anschlusskapazitäten für erneuerbare Energie geschaffen werden können, die Wirksamkeit jedoch stark von Standort, Einsatzstrategie und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen (insbesondere Wasserstoffpreis) abhängt. Parallel dazu wurden organisatorische Modelle und Geschäftsmodelle entwickelt und in Stakeholder Workshops validiert.

Die regulatorische Analyse zeigt, dass ein Direktbetrieb von Elektrolyseanlagen durch Verteilernetzbetreiber nur eingeschränkt möglich ist und daher kooperative Betreiber- und Geschäftsmodelle erforderlich sind. Die Projektergebnisse belegen die technische Umsetzbarkeit netzdienlicher Elektrolyse, machen jedoch deutlich, dass deren Umsetzung geeignete regulatorische Rahmenbedingungen sowie entsprechende Partnerstrukturen voraussetzt. Die gewonnenen Erkenntnisse werden in nachfolgenden Projekten aufgegriffen und dienen dort als Grundlage für weitere Umsetzungsschritte.