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#Systemkraftwerk Murau

Regionales und zukunftsfähiges Energiesystem

Das Projekt zielt darauf ab, eine ganzheitliche Lösung für die Energieversorgung der Region Murau zu entwickeln. Es sollen innovative Ansätze gefunden werden, um den Energiebedarf bedarfsgerecht zu decken, Überschussenergie zu nutzen und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Sektorübergreifende Lösungen sollen die Ressourcen optimal nutzen und die Bedürfnisse aller Stakeholder berücksichtigen. Neben der Entwicklung dieses Systemkraftwerks sollen unter Einbindung verschiedener Akteure neue kooperative Geschäftsmodelle entwickelt werden. Die prototypisch umgesetzten Modelllösungen sollen zudem übertragbar und skalierbar sein, um auch in ähnlichen Regionen Anwendung zu finden.

Factbox

Forschungsauftrag: Die Entwicklung eines "100% klimaneutralen, bedarfsgerechten, regionalen Systemkraftwerks" als regionalkooperativer Lösungsansatz.

Status: laufend
Laufzeit: 2024 - 2028

Projektpartner:

  • Holzwelt Murau
  • AEE Institut für Nachhaltige Technologien (AEE INTEC)
  • Biowärme Lachtal GmbH
  • Biowärme St. Georgen ob Murau GmbH
  • Brauerei Murau eGen
  • ed energiedigital GmbH
  • EEG Elements Energy GmbH
  • EMobilitätszentrum 4u GmbH
  • Enery Development GmbH
  • Fechner EPU
  • HyCentA Research GmbH
  • KNG-Kärnten Netz GmbH
  • Montanuniversität Leoben Lehrstuhl für Energieverbundtechnik (EVT)
  • Murauer GreenPower eGen
  • Murauer Stadtwerke Gesellschaft m.b.H.
  • Nobilegroup NIG GmbH
  • Obersteirische Molkerei eGen
  • Wärmeliefergemeinschaft St. Lambrecht registrierte Gen. mbH

Erkenntnisse und Ausblick

Im Projekt #Systemkraftwerk Murau konnte bestätigt werden, dass das 110-kV Netz im Raum Murau aufgrund der hohen erneuerbaren Einspeisung bereits heute an seine Grenzen stößt und sich diese Situation in den kommenden Jahren weiter verschärfen wird. Die durchgeführten Analysen und Simulationen zeigen, dass insbesondere die Murtalleitung einen zentralen Engpass für die weitere Integration erneuerbarer Erzeugungsanlagen darstellt.

Die Untersuchungen alternativer Maßnahmen zur Netzentlastung verdeutlichen, dass netzdienlich eingesetzte Großbatteriespeicher grundsätzlich geeignet sind, Betriebsmittel zu entlasten und Leitungsauslastungen zu reduzieren. Gleichzeitig wurde festgestellt, dass Batteriespeicher konventionelle Netzverstärkungsmaßnahmen nicht vollständig ersetzen können und ihre Wirksamkeit stark von Dimensionierung, Einsatzstrategie und Systemführung abhängt. Als wesentliches Ergebnis zeigte sich, dass eine isolierte Betrachtung einzelner Technologien nicht ausreicht, um die bestehenden Engpässe zu lösen.

Im weiteren Projektverlauf sollen daher kombinierte und sektorübergreifende Lösungsansätze vertieft untersucht werden. Der Fokus liegt auf dem Zusammenspiel unterschiedlicher Flexibilitätsoptionen, wie Batteriespeichern, Power-to-Gas-Anlagen sowie weiteren netzdienlichen Maßnahmen, um deren Gesamtwirkung auf das regionale Energiesystem zu bewerten.

Aufbauend auf den bisherigen Erkenntnissen werden die Simulationen weiter verfeinert und auf zusätzliche Szenarien ausgeweitet. Ziel ist es, belastbare Entscheidungsgrundlagen für den Einsatz alternativer Flexibilitätslösungen in Kombination mit konventionellem Netzausbau zu schaffen und das Konzept des Systemkraftwerks Murau als übertragbares Modell für vergleichbare Regionen weiterzuentwickeln.