110-kV-Leitung am Präbichl wird fit für Extremwetter gemacht
Entlang der sogenannten 110-kV-Bergstrecke am Präbichl läuft aktuell ein umfangreiches Verstärkungsprogramm. Ziel ist es, die Leitung noch widerstandsfähiger gegenüber extremen Wetterereignissen auszulegen und langfristig für veränderte klimatische Bedingungen zu rüsten.
Auf der rund 5,9 Kilometer langen Strecke investieren die Energienetze Steiermark rund 3 Millionen Euro. Durch die Maßnahmen wird die Leitung auf erhöhte Windgeschwindigkeiten ausgelegt. Dafür werden rund 40 Tonnen zusätzlicher Stahl verbaut und mehrere tausend Schrauben ersetzt. Zusätzlich werden in allen Spannfeldern neue Schwingungsdämpfer montiert, um das Risiko von Schwingungsrissen weiter zu reduzieren. Auch die Fundamente der betroffenen Masten wurden detailliert überprüft und verstärkt, damit sie den künftig zunehmenden klimatischen Belastungen standhalten können.
Die Arbeiten zählen zu den anspruchsvollsten Bauprojekten im Netzgebiet. Viele Maststandorte liegen in hochalpinem Gelände und sind ausschließlich über Wanderwege erreichbar. Aus diesem Grund spielt bei aktuellen Verstärkungsarbeiten der Hubschrauber eine zentrale Rolle: Sowohl Materialtransporte als auch ein Teil der Personaltransporte erfolgen auf dem Luftweg. Die exponierte Lage der Baustelle bringt nicht nur logistische Herausforderungen mit sich. Schnelle Wetterumschwünge können Arbeiten erschweren oder einzelne Standorte kurzfristig unzugänglich machen. Deshalb mussten die ausführenden Unternehmen bereits vor Baubeginn für jeden der 13 Maststandorte eigene Sicherheitskonzepte erstellen.
Große Fortschritte bereits erzielt
Ein wesentlicher Teil der Verstärkungsmaßnahmen konnte bereits in den vergangenen Monaten umgesetzt werden. Die Arbeiten werden nun Schritt für Schritt fortgesetzt. Die Fertigstellung des Gesamtprojekts ist für den Sommer des kommenden Jahres geplant.